Systemkritik

Bildungsfreiheit ist mehr als „Schulpflicht abschaffen“

Deutschland wählt den neuen Bundestag – und für mich als Kritikerin der deutschen Schulpflicht gibt es ein Problem. Denn die einzige relevante Partei, die eine Abschaffung der Schulpflicht im Programm hat, widerspricht vollkommen meiner Vorstellung von echter Bildungsfreiheit. 

Dazu muss ich Stellung nehmen. Denn wenn ich mich nicht äußere, hat auch das eine Wirkung. 

Ich will das Feld nicht einer Partei überlassen, die meine Grundwerte mit Füßen tritt: Mitgefühl, Verbundenheit, Neugier und Wertschätzung von Vielfalt – aber auch Frieden, Freiheit, Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen. Wenn die AfD irgendwann eine Regierungsmehrheit bekommt, könnten meine Familie und ich nicht nach Deutschland zurückkehren. Die Schulpflicht wäre dann unser kleinstes Problem. 

Falls du bei diesen Worten innerlich anspannst, bitte ich dich, folgenden Hinweis ernst zu nehmen:

Ich beziehe hier Stellung, weil ich es dir gegenüber unfair finde, dies nicht zu tun. Denn ich möchte, dass du mich einordnen kannst und weißt, woran du bei mir bist.

Wenn du dich umfassend mit der AfD, ihren Werten und Absichten auseinandergesetzt hast und zu dem Entschluss gekommen bist, dass du voll dahinter stehst und diese Partei unterstützen willst, dann ist das dein gutes Recht. Aber du und ich haben dann einen tiefgreifenden Wertekonflikt. Du musst mir nicht weiter folgen. 

Ähnliches gilt, wenn du überzeugt davon bist, dass die AfD eine menschenfreundliche, friedliebende Partei ist – und alle, die etwas anderes behaupten, falsch informiert sind. Ich sage das mit vollem Respekt für deinen Standpunkt: Du wirst mir ab jetzt kein Wort mehr glauben und solltest gut überlegen, ob du deine wertvolle Lebenszeit mit meinen Inhalten verbringst.

Wenn du einfach nur verwirrt und erschöpft bist und gar nicht mehr weißt, was du glauben und denken sollst – dann kann dieser Artikel wertvoll und lohnend für dich sein. Möglicherweise wird er hier und da ein bisschen wehtun. Aber ich verspreche dir: Ich werde mich selbst genauso kritisch unter die Lupe nehmen. Denn eins bin ich sicher nicht – ein Mensch, der alles verstanden hätte oder irgendwie besser wäre als du. 

Legen wir also los

Was die AfD mit ihrer Bildungspolitik erreichen will

Ja, sie überlegt tatsächlich, die Schulpflicht abzuschaffen. Allerdings nicht aus dem gleichen Grund, aus dem ich Bildungsfreiheit fordere. Ich betrachte es als Menschenrecht von Kindern und Jugendlichen, ihre Bildungsform selbst zu wählen. Die AfD betrachtet es als Elternrecht, ihre Kinder von Bildungsinhalten und Gesellschaftsgruppen fernzuhalten, die ihrem Weltbild nicht entsprechen. 

Ich will, dass jeder junge Mensch sich einer bunten, vielfältigen Gesellschaft zugehörig fühlt und ein breites Bildungsangebot innerhalb und außerhalb von Schule nutzen kann. Jeder junge Mensch soll die Möglichkeit haben, entsprechend persönlicher Interessen und Fähigkeiten sein volles Potenzial zu entfalten. Jede*r Einzelne von ihnen soll ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben führen können und gesellschaftliche Wertschätzung und Verbundenheit erfahren. Die AfD hingegen will bestimmte Menschengruppen von Bildung und gesellschaftlichem Leben ausgrenzen. Sie will Leistungsselektion erhöhen und die Macht derjenigen stärken, die sowieso schon privilegiert sind. 

Du musst das nicht genauso sehen. Aber nachdem ich mich für diesen Artikel nochmal ausgiebig mit der AfD, den Aussagen ihrer führenden Mitglieder und ihrem Wahlprogramm beschäftigt habe, komme ich für mich zu folgendem Ergebnis: 

Ziel dieser Partei ist es, Gesellschaftsstrukturen zu schaffen, die auf Machtausübung, Ausgrenzung, Leistungsdenken und sozialer Kälte beruhen. Es geht darum, schwächere Menschen und ganze Menschengruppen von Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe auszuschließen sowie Eltern die Macht zu geben, ihre Kinder nach diesem Weltbild zu erziehen und von den Einflüssen Andersdenkender abzuschirmen. 

Das hat nichts mit selbstbestimmter Bildung zu tun. 

Nun könnte ich es dabei belassen zu sagen: Die AfD ist schlecht und vertritt nicht meine Interessen. Ich wähle sie nicht und ich wünschte, die anderen würden es auch nicht tun. Fertig.

Dabei würde mir aber etwas Entscheidendes fehlen – und das ist der Blick in die Realität. Denn viele Menschen wählen nunmal die AfD. Und (daran kann ich nicht vorbei schauen) viele davon fühlen sich einer Gruppe zugehörig, mit der ich selbst Berührungspunkte habe. Ich nenne sie mal die „systemkritische Freilerner-Szene“.

Was mir an einer reinen AfD-Kritik fehlt, ist der Blick nach innen. 

Es ist leicht, sich von etwas abzugrenzen und darüber aufzuregen. Das macht die Welt für einen Moment erträglicher. Aber ich glaube nicht, dass es uns weiterhilft. Denn ich will ja auch zu etwas hin – zu einer anderen Art der Bildungsfreiheit, als die AfD es vorschlägt. Und ich will Menschen dafür begeistern. Aber zuerst muss ich mir eine Frage stellen, die mich schon länger umtreibt und die ich bisher gerne beiseite geschoben habe:

Warum gibt es in der Szene der „bedürfnisorientierten Eltern und Freilerner*innen“ eine Affinität zu Rechtspopulisten – und was hat das mit mir zu tun?

Wie kann es sein, dass Menschen, die ursprünglich für friedvolle Beziehungen und gleichwürdiges Miteinander einstehen, sich plötzlich von einer Partei angezogen fühlen, die ein autoritäres und ausgrenzendes Weltbild verkörpert? 

Ich habe über diese Frage lange nachgedacht, dazugelernt und langsam komme ich zu einem Ergebnis. Eines, das nicht alle Zusammenhänge abdeckt, aber zumindest auf einen Teil der Gesellschaft zutrifft. 

Eine erste Antwort ist schnell abgehakt: Extrem rechts orientierte Menschen benutzen die Begriffe „bedürfnisorientierte Elternschaft“ und „Bildungsfreiheit“ bewusst, um ihre menschenverachtenden Ideologien dahinter zu verstecken und „salonfähig“ zu machen. 

Aber auch das ist mir noch zu kurz gegriffen. In meiner Erfahrung gibt es viele Menschen, die mit der AfD sympathisieren, ohne in der Tiefe mit rechtsextremen Werten verbunden zu sein. Wie kommt es dazu?

Vieles geht zu langsam und manches zu schnell

Wir wissen immer mehr. 

Wir haben so viele wichtige Erkenntnisse über Beziehung und Erziehung. Darüber, wie Lernen funktioniert, über die eindeutigen Schwächen des Schulsystems und die Unwürdigkeit erzwungenen Schulbesuchs. Gleichzeitig ändert sich an diesen beengenden Strukturen so wenig. 

Wir wollen aufbrechen, aber Bildung fällt bei jedem Wahlkampf hinten runter. Politiker*innen spucken große Töne und verheddern sich dann in albernen Machtkämpfen. Oder sie tasten das Thema Schule grundsätzlich nicht an. Gibt ja immer Wichtigeres. Niemand hört uns wirklich zu. 

Abends lesen wir Texte von Katia Saalfrank, André Stern oder Ruth Abraham. Wir wissen, dass Belohnung nur die Kehrseite von Bestrafung ist und dass beides unseren Kindern schadet. Am nächsten Morgen sind wir aber wieder konfrontiert mit Schulnoten und Sternchen-Systemen. Wir sehen, wie unsere Kinder darunter leiden und sind gezwungen mitzumachen. Wieder und wieder. Tag für Tag. 

An dieser enormen Spannung zwischen Wissen und Alltagspraxis nicht zu verzweifeln – das ist eine echte Herausforderung. 

Wir haben das Bedürfnis nach Wachstum, Entwicklung und einer gesunden Beziehung zu unseren Kindern. Gleichzeitig sind wir gefangen in alten Strukturen, die all das verhindern. Das ist unfassbar frustrierend. Ich verstehe den Wunsch nach einer Partei, die „endlich mal was ändert“.

Dazu kommt, dass unser Wissen nicht nur mit starren gesellschaftlichen Strukturen kollidiert – sondern auch mit uns selbst. Wir überfordern uns mit unserem eigenen Tempo und verdrängen die Anteile, die nicht hinterherkommen. 

Unsere wertvollen Erkenntnisse und guten Vorsätze haben einen Schatten.

Wenn du bis jetzt voll mitgehen konntest – dieser Abschnitt könnte ein bisschen wehtun. Deshalb beginne mit mir selbst:

Als ich vor knapp 20 Jahren meinen jetzigen Mann kennenlernte, beschäftigte ich mich zum ersten Mal mit Alltagsrassismus. Denn mein Partner ist in Ägypten aufgewachsen und Rassismus begegnete uns überall: in meiner Familie, in Behörden und auf der Straße. Weil ich zum ersten Mal (indirekt) selbst davon betroffen war, begriff ich die enorme Tragweite und Auswirkung rassistischer Strukturen in unserer Gesellschaft. Ich war bestürzt und entsetzt darüber. Diesen Schmerz wollte ich loswerden, indem ich in den Kampf zog.

Ich wollte das perfekte antirassistische Vorbild sein und begann, alles zu bekämpfen, was in meinen Augen diskriminierend war. 

Aber um ehrlich zu sein, hatte ich keine Ahnung – vor allem, wie ich mit meinem eigenen Rassismus umgehen sollte. Statt mich meiner inneren Verwirrung neugierig und mitfühlend zuzuwenden, begann ich, alle anderen für jede diskriminierende Äußerung zu verachten. Ich war gut, die anderen böse. Ich hatte es verstanden, die anderen waren zu langsam. Ich stritt mich ständig mit anderen Menschen, aber mitnehmen konnte ich nur wenige. 

Ähnlich war es nach der Geburt unseres ersten Kindes. 

Auf einmal begriff ich, wie schädlich traditionelle Erziehung ist. Wie viel sie kaputtmacht. In unseren Beziehungen, in der Gesellschaft und in mir selbst. Und auch diesen Schmerz wollte ich beseitigen, indem ich alles richtig machte. Ich wollte die perfekte bedürfnisorientierte Mutter sein und begann (zumindest innerlich) alle Eltern zu verachten, die ihr Baby nicht am Körper trugen, die ihr Kind nach Plan fütterten oder auf dem Spielplatz anschnauzten. Und wenn ich mein Kind anschnauzte, verachtete ich mich selbst gleich umso mehr.

In meinem Bestreben, alles richtig zu machen und meinen Idealen zu entsprechen, missachtete ich die eigenen Anteile, die das (noch) nicht konnten. Alles, was in mir rassistisch, adultistisch und gewaltvoll war, wollte ich nicht sehen. Nicht fühlen. Mein unbewusster Anspruch war, in allem perfekt zu sein. 

Ich wollte gut, friedlich und menschenfreundlich sein – und wurde gleichzeitig hart und kriegerisch. 

Natürlich nicht immer und überall. Aber in vielen Situationen habe ich mich von meinen eigenen Werten abgeschnitten – dem Mitgefühl, der Neugier und der Verbundenheit. Weil ich mit mir selbst nicht mitfühlend und neugierig sein konnte. (Dass auch das ein Produkt meiner Erziehung ist, ist dir vermutlich klar.) Und ich bin mir sicher, dass ich damit andere Menschen verunsichert und abgeschreckt habe. Menschen, die ich eigentlich begeistern und mitnehmen wollte. 

Was hat das alles jetzt mit der AfD und der „bedürfnisorientierten Elternszene“ zu tun?

Ich glaube, der Druck im Kessel vieler Eltern ist immens hoch. Da ist das Schulsystem, dass in weiten Teilen nach uralten, gewaltvollen Prinzipien funktioniert. Da ist der Arzt, der meint, dein Kind solle mit einem Jahr abgestillt sein, durchschlafen und dich nicht „tyrannisieren“.

Gleichzeitig ist da all das Wissen über friedvolle, beziehungsorientierte Elternschaft. Der Wunsch nach einer vertrauensvollen, tragfähigen Beziehung zu unseren Kindern. Das Bestreben, ihnen keinen Schaden zuzufügen. Der äußere und innere Anspruch, gute Eltern zu sein und alles richtig zu machen. 

Und als wäre dieser Zwiespalt nicht genug, fühlen sich gerade viele Eltern ohnmächtig gegenüber Kriegen, Klimawandel und der rasanten Entwicklung von künstlicher Intelligenz. 

Da fahren wir schon den ganzen Tag Fahrrad und Bahn, essen nur noch ökologisch-vegan, halten stoisch die Wutanfälle unseres Dreijährigen aus, ohne ihn dafür zu beschämen. Wir strampeln uns dafür ab, dass die Welt gerechter und besser wird – aber gefühlt bricht sie immer mehr auseinander. Und wir innerlich auch.

Ich verstehe die Belastung. Den unendlichen Frust. Das Gefühl, dass sich nie etwas ändern wird an den verknöcherten Strukturen, die uns einengen. Dass wir uns immer falscher fühlen, je mehr wir versuchen, es richtig zu machen. Und dass endlich jemand her muss, der den Käfig sprengt und diesen immer größer werdenden Druck von uns nimmt.

Rechtspopulisten haben das begriffen und eine schlaue Taktik entwickelt: Sie bieten ein Ventil für den immensen Überdruck – mit vermeintlich einfachen Lösungen und dem Versprechen: Wir machen jetzt was!

„Kommt zu uns – hier müsst ihr nicht mehr gendern, diskriminierungskritisch oder anti-adultistisch sein. Bei uns könnt ihr eure Kinder zuhause behalten und mit ihnen machen, was ihr wollt. Ihr seht ja, dass die anderen Parteien euch nicht helfen. Wir werden das ändern. Ach, und den Klimawandel gibt es gar nicht, zumindest hat er nix mit uns zu tun. Deshalb kannst du dich entspannen.“  

Das bietet paradoxerweise vielen Eltern erstmal Erleichterung in einer Zeit, die wirklich überfordernd ist. Eltern, die sich mit ihren Sorgen alleingelassen und nicht gehört fühlen. Und wie gesagt: Ich verstehe das. Ich fühle das.

Aber hinter dem Köder liegt eine Falle. 

Das Ziel der AfD ist weder eine tragfähige Beziehung zwischen Eltern und Kindern, noch die freie, selbstbestimmte Bildung junger Menschen. Und schon gar keine offene Gesellschaft, in der alle Zugang zu gesellschaftlicher Vielfalt und reichhaltigen Bildungsangeboten haben. 

Diese Partei mag Eltern und Familien kurzfristige Erleichterung und sogar Geld anbieten. Das System, in dem Kinder nach den Vorstellungen der AfD aufwachsen sollen, ist aber alles andere als menschen- und familienfreundlich. Meine Kinder beispielsweise wären mit ihrem arabischen Hintergrund schonmal gar nicht willkommen. 

Und ich bin überzeugt, dass eine Gesellschaft, die von der Ausgrenzung schwächerer und der Machtausübung stärkerer Gruppen getragen wird, letztendlich allen schadet. Weil sie Hass in unseren Herzen sät und uns von unserem menschlichen Bedürfnis nach Verbundenheit, Mitgefühl und gegenseitiger Wertschätzung abschneidet. 

Ach ja, und der Klimawandel verschwindet auch nicht davon, dass wir ihn leugnen.

Was will ich stattdessen? 

Wie ich mir Bildungsfreiheit wünsche, habe ich oben schon beschrieben: Sie kann nur in einer bunten, offenen Gesellschaft stattfinden, in der Minderheiten geschützt sind, alle jungen Menschen sich zugehörig fühlen und freien Zugang zu vielfältigen Bildungsangeboten haben. 

Und gleichzeitig glaube ich, dass wir eine andere Art der Entlastung für Menschen brauchen, die von allen Seiten unter Druck stehen. 

Klare Werte und Milde im Herzen

Es ist wichtig, dass wir uns mit Adultismus beschäftigen. Damit wir verstehen, weshalb wir Beziehung statt Erziehung und selbstbestimmte Bildung statt erzwungenem Schulbesuch brauchen. 

Es ist wichtig, dass wir uns mit Rassismus und Diskriminierung beschäftigen, um zum verstehen, wie eine menschenfreundliche, vielfältige Gesellschaft aussehen kann. 

Es ist wichtig, dass wir unseren Einfluss auf den Klimawandel anschauen, damit wir Lösungen finden. 

Aber was wir genauso brauchen, ist Milde. Raum und Mitgefühl für die Anteile in uns (und den anderen), die verwirrt und erschöpft sind. Denen nichts besseres einfällt, als die Kinder doch wieder anzuschnauzen. Die keinen Bock auf Gendern haben und Autofahren einfach schöner finden. 

Das bedeutet nicht, dass wir den Rechtspopulisten das Feld überlassen. 

Es bedeutet, dass wir uns erlauben, nicht perfekt zu sein. 

Nicht alles verstanden zu haben. Nicht besser als die anderen zu sein. 

Freilernen heißt nicht, dass Eltern die Bildung ihrer Kinder unter Kontrolle haben sollten. Und gleichzeitig muss es nicht die perfekte Umsetzung eines adultismusfreien Ideals sein. Bei uns jedenfalls ist es das nicht.

Für uns ist Freilernen ein Versuch, glücklich zu sein. Mehr nach unseren Werten leben zu können, als mit erzwungenem Schulbesuch möglich wäre. 

Und ich erlebe, wie es an bestimmten Stellen hakt. Wenn ich zum Beispiel unsicher bin, ob ich meinen Kindern mehr Lernvorgaben machen sollte. Wenn ich nicht hundertprozentig im Vertrauen bin, dass das mit der Rechtschreibung schon kommt. Wenn ich mal wieder so lange an einem Blogartikel gesessen habe, dass wir keinen gemeinsamen Spieleabend machen können und die Kinder deshalb frustriert sind. 

Ich kenne viele freilernende Familien. Niemand von uns weiß, wie es „richtig“ geht. 

Und gleichzeitig sehe und erlebe ich in unserem (aktuell) schulfreien Leben so viele wunderbare Chancen. Junge Menschen, deren Augen täglich vor Begeisterung leuchten. Die sich in Themen und Projekte vertiefen, weil es ihnen Freude macht und sie Sinn darin erfahren. (Auch wenn ich den Sinn nicht immer sehe.) Die sich mitfühlend und neugierig mit anderen verbinden und voller Motivation gemeinsame Projekte starten. 

Ich erlebe Eltern, die sich zum ersten Mal seit langer Zeit entspannen können und zurückkehren in ihren eigenen Lebensfluss. Menschen, die lernen, ihr Leben nicht nur abzuarbeiten, sondern es zu spielen. Stück für Stück Vertrauen in ihr eigenes Potenzial, ihre Kreativität, ihr Wirksamkeit und Verbundenheit mit der Welt zurück erlangen. 

Und tief in mir glaube ich, dass es das ist, was wir in dieser verrückten Zeit wirklich brauchen. Wir brauchen eine Revolution unseres Bildungsbegriffs, damit Menschen wieder miteinander und nicht gegeneinander arbeiten. Schule hat uns mit ihrem Selektions- und Konkurrenzdenken nicht besonders gut dabei geholfen. Und die AfD wird es auch nicht tun. 

So, nun weißt du, woran du bei mir bist. Ich brenne für die Idee von selbstbestimmter Bildung in einer vielfältigen, menschenwürdigen Gesellschaft. Ich lerne immer mehr, wie das funktionieren kann – und bin weit entfernt von perfekten Umsetzungen. 

Ich habe keine einfachen Lösungen. Aber ich bin neugierig auf deine Wünsche, deine Sehnsucht, deine Zweifel und deine Unsicherheit. Mit all dem bist du bei mir willkommen. 

Wenn du dich auf deinem Weg von mir begleiten lassen möchtest, kannst du verschiedenes tun – je nachdem, wie viel und wie enge Begleitung du dir wünschst:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

fünfzehn − zehn =